Freitag Abend gingen wir mit den Mädels in ein Khmer-Restaurant. Nach einem leckeren Essen fuhren wir zu einer Karaoke-Bar, da unsere Helferinnen während dem arbeiten ständig am singen waren und wir sie deshalb mal in Action sehen wollten. Eine der Mädchen sagte, sie kenne eine super Karaoke-Bar, wo es auch englische Songs hat, damit auch wir beim Singen nicht zu kurz kommen. In einer Seitenstrasse, wo es ziemlich ruhig war im Vergleich zum Rest der Stadt, hielten wir an. Eine Karaoke-Bar war aber weit und breit nicht zu sehen..Die Mädchen führten uns in ein Haus, wo es wie in einer normalen Wohnung aussah. Am Badezimmer vorbei stiegen wir die Treppe hoch und gelangten so in ein Zimmer, wo ein Sofa, ein Tisch und ein Fernseher mit zwei Mikrofon waren, das war alles..keine anderen Leute, nur wir. Etwas verdutzt setzten wir uns auf das Sofa und fragten, ob das jetzt wirklich DIE Karaoke-Bar ist, denn wir haben uns das etwas anders vorgestellt. Allem Anschein nach war es hier so üblich. Nach ein Paar Schwierigkeiten mit dem Fernseher, der Lautstärke, der Liederauswahl und den Mikrofonen funktionierte schlussendlich alles und nach einigen Khmer-Liedern die uns Sophal vorsang kamen wir dann an die Reihe und gaben das Mikrofon bis spät Abends nicht mehr aus der Hand. Ein lustiger, gelungener Abend.


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| Karaoke-Bar!?! |

Samstag Morgen, 6.00 Uhr Tagwache, denn kurz vor 7.00 Uhr erwarteten wir einen Bus, der uns in ein Cambodianisches Gefängis fährt. Wir hatten die Aufgabe, beziehungsweise die Möglichkeit, Insassen zu behandeln. Da aber für die Cambodianer Pünktlichkeit ein Fremdwort ist, warteten wir schlussendlich 40min auf unseren Bus. Wir waren alle drei sehr gespannt was uns erwartete. Wir erhielten T-shirts für das Gefängnis und dann schauten wir zuerst mal zu, wie sich aus dem Essraum eine Zahnklinik entpuppte. Es wurden 6 Klappstühle aufgestellt, rechts daneben jeweils eine aufgestellte Koffer mit zwei Winkelstücken, Luftbläser und einer Sauge, welche jedoch nicht funktionierte. Auf der linken Seite wurde die Operationslampe installiert und am Fusse des Stuhles jeweils ein Abfalleimer.
Auf den Esstischen wurde das ganze Material (Zangen, Hebel, Komposit und sontiges Instrumentarium ausgebreitet).
Während unser Team die Mobile Klinik aufstellte, machten die Insassen im Hintergrund beim Morgentraining mit. Bevor Sie sich dann zu uns auf die Stühle setzten, machten die Medizinstudenten ein Check up.
Wir durften dann jeweils mit einem Zahnmedizinstudent/-In an einem Stuhl arbeiten.
Da sie von uns gerne etwas lernen wollten, begannen wir gleich mit behandeln und sie assistierten uns so gut es ging. Denn wie bereits gesagt, konnte der Speichel und das Wasser nicht abgesaugt werden, sondern musste vom Patient jeweils in den Abfalleimer ausgespuckt werden.
Zum Vergnügen, einige Zähne ziehen zu können, kamen wir zwar leider nicht, denn die meisten dieser Insassen wollten selbst die kaputtesten Zähne nicht ziehen lassen. Dafür aber wurden von den Studenten auch Wurzelbehandlungen an den Frontzähnen durchgeführt, jedoch nicht ganz so wie wir es in der Schweiz gelernt haben. Da muss man schon fast zwei Augen zudrücken…. ;)
Es war ein spezielles Erlebnis an Klappstühlen und zwischen herumlaufenden Hünden eine Füllung zu machen.