Heute war ein Kinderreicher Tag...Am Morgen haben wir wieder fleissig in der Klinik gearbeitet. Wir machten auch heute wiedermal eine weitere neue Erfahrung und zwar mit Downsyndrom Kindern. Die Kinder waren unglaublich süss und interessiert wie wir arbeiteten und steckten überall ihre Nase rein. Es war natürlich nicht ganz einfach, diese Kinder dazu zu bringen, möglichst ruhig zu liegen und den Mund nonstopp offen zu halten, um eine Füllung oder sogar nur ein Zahnreinigung zu machen. Es war jedoch eine Riesenfreude das Möglichste für diese Kinder zu tun und sie von ihren Zahnschmerzen zu befreien.
Am Nachmittag hatte Meret und Hana das Vergnügen, in einem Waisenhaus den Kindern das Zähneputzen beizubringen. So fuhren wir mit dem Tuk-Tuk ins Waisenhaus "A new day". Nach einer kurzen Besichtigung gingen wir mit der ersten Gruppe ins Klassenzimmer und Hana durfte als erste beweisen, dass sie auch eine gute Hygieneinstruktorin ist, genau so wie wir das bei Dr. Ramseier gelernt haben.... Die Kinder sassen gespannt auf den Bänken und schauten zu, als ihnen erklärt wurde, wie man richtig Zähne putzt. Nachdem es an einem Gebiss vorgeführt wurde, kam ein Kind nach dem anderen nach vorne, um vorzuführen, ob auch alles richtig verstanden wurde. Bei der zweiten Gruppe war dann Meret an der Reihe, die den Kindern vorführte, wie man richtig Zähne putzt. Auch hier hörten die Kinder gespannt zu und zeigten danach, was sie gelernt hatten. Wir waren erstaunt, wie interessiert die Kinder zugehört und mitgemacht haben. Danach nahmen uns die Kinder an der Hand und führten uns in ihre Zimmer um uns zu zeigen, wie sie dort leben. In jedem Zimmer waren doppelbetten, alles farbenfroh und ordentlich aufgeräumt. Nach der Zimmerbesichtigung ging es wieder nach draussen, wo die Kinder Englisch unterricht hatten. Wir setzten uns zu ihnen auf die Bänke und hörten gespannt zu. Die Kinder haben uns sofort in ihr Herz geschlossen (umgekehrt natürlich auch) und wir konnten keinen Schritt mehr machen, ohne dass wir von 10 Kindern umarmt und herumgerissen wurden. Wieder durften wir ihnen vorsingen und mussten ihnen sogar den Text aufschreiben, damit sie ihr Lieblingslied Heidi lernen konnten. Nach der Englischlektion wollten die Kinder umbedingt, dass wir noch bleiben und ihnen am Abend beim Fussballtraining zuschauen. Bei diesen vielen Hundeblicken konnten wir natürlich nicht nein sagen. Bis dahin gab Hana Gesangsunterricht und Meret durfte wieder einmal zum Zöpfchenflechten hinhalten. Alle waren von ihren schönen Haaren begeistert. Um 6 fuhren wir dann stehend in einem Lastwagen mit allen Kindern zum Fussball und schauten ihnen zu. Der Abschied war sehr schwer, denn die Kinder sind uns sofort ans Herz gewachsen. Wir haben an diesem Nachmittag so viel Liebe und Zuneigung bekommen und werden noch lange an all diese süssen Kinder mit einem Lächeln im Gesicht denken.
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